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Kleines Lexikon der Zahntechnik

Amalgam
Füllungswerkstoff aus einer silberfarbenen Quecksilber-Silber-Zinn-Kupfer-Legierung.
Antagonist dent.
Jene Zähne, die beim Kieferschluss einen bestimmten Zahn im gegenüberliegenden Kiefer berühren.
approximal
benachbart, angrenzend, am Zahnzwischenraum gelegen.
Abrasion
Begriff für den Abschliff der Kauflächen und Füllungsoberflächen der Zähne durch natürliches Abarbeiten oder Zähneknirschen. Geht mit einer Senkung des Bisses der Zähne einher und muss zahnärztlich behandelt werden.
Artikulator
Gerät zum Einbau von Kiefermodellen mit dem Ziel der Nachahmung natürlicher Kieferbewegung.
Biokompatibilität
Bioverträglichkeit, Grad der Gewebeverträglichkeit eines in den Körper eingesetzten Stoffes bzw. Medizinproduktes. In der Zahnmedizin wichtig bei Implantaten und Zahnersatzmaterialien. Keramischen Werkstoffen wird eine hohe Bioverträglichkeit nachgesagt. Das Medizinproduktgesetz schreibt Bioverträglichkeitsprüfungen generell vor.
Buccal
Außenfläche eines Zahns, die zur Wange gerichtete Fläche eines Zahns. Eigentlich die Bezeichnung für den Wangenbereich, übersetzt: der Wange zugewandt.
Brücke
Festsitzender Ersatz zum Über“brücken“ einer oder mehrerer Zahnlücken. Wird an den lückenbenachbarten Zähnen (Pfeilern) durch Kronen (Brückenanker) oder auch auf Implantaten (künstlichen Zahnwurzeln) befestigt.
CAD/CAM
Der Begriff kommt aus dem Englischen und heißt “Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing”, vereinfacht ausgedrückt um Zahnersatz mittels Computer. Und das geht so: Mithilfe eines Scan- und Fräsgerätes sowie einer speziellen 3D-Software werden Teile (Gerüste, Kronen, etc.) für Ihren Zahnersatz aus verschiedenen Werkstoffen (Zirkoniumdioxid, Titan, Vollkeramik, Kunststoff) hergestellt bzw. gefräst und vom Zahntechniker individuell für Sie fertig gestellt. Die Technik gibt es nun zwanzig Jahre und ist aus den Kinderkrankheiten heraus. Inzwischen gelingt es, mit diesem Verfahren sehr guten, hochqualitativen Zahnersatz herzustellen, der nicht teurer sein muss als konventionell hergestellter.
distal
Distal ist ein Adjektiv zur Ortsangabe von Zähnen und heißt “weiter entfernt von der Körpermitte”. Bezogen auf die Zähne können auch die zum Hinterkopf gerichteten Zahnflächen gemeint sein. Distal im Gegensatz zu proximal.
Einlagefüllung
Zahntechnisch gefertigte Füllung, z. B. aus Metall, Keramik oder Kunststoff - im Gegensatz zu direkt im Munde gefertigten Füllungen aus Amalgam oder Composite.
Extraktion
„Ziehen“ eines Zahnes.
Geschiebe
Dienen wie Klammern zur Verankerung von Teilprothesen. Bieten nach Überkronung der Pfeilerzähne eine nicht sichtbare Abstützung für den Zahnersatz.
Gingiva
Das Zahnfleisch.
Halteelement
Vorrichtung zur Verankerung herausnehmbarer Teilprothesen in Form von Klammern, Geschieben, Druckknopfankern oder Teleskopkronen.
Inlay
Zahntechnisch gefertigte Füllung zur Versorgung eines Zahndefektes (Inlay).
Implantat
Künstliche, in den Kieferknochen eingesetzte „Zahnwurzel“. Dient zur Aufnahme von Zahnersatz und besteht aus Titan oder Keramik.
Kavität
Durch zerstörte Zahnhartsubstanz, deren Entfernung und Präparation für eine Füllung entstandener Defekt.
Komposit
Zahnfarbenes Kunststoffmaterial. Bevorzugtes Füllungsmaterial für Frontzähne, dient auch als Verblendmaterial für Kronen.
Konfektioniert
In Massenproduktion vorgefertigt.
Medizinproduktegesetz, MPG
Qualitätssicherndes Gesetz, stark beeinflusst durch die EU-Norm 46001; medizinische Erzeugnisse müssen darin vorgeschriebene Kriterien erfüllen. Medizinprodukte müssen das Zertifikatszeichen 'CE' tragen. Nicht vom MPG erfasst werden: Gipse, Einbettmassen, Zahntechnikgeräte und -instrumente, da sie nicht als Medizinprodukte gelten; Medikamente, Lokalanästhetika,sonstige schmerzstillende Mittel, sie unterliegen dem Arzneimittelgesetz.
Mesial
zur Kiefermitte, auch: nach vorne.
Palatinal
den Gaumen betreffend, gaumenwärts gelegen.
Parodontose
Volkstümliche Bezeichnung für eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates; meist ausgelöst durch länger belassene Plaque (die fachlich richtige Bezeichnung lautet Parodontitis).
Phonethik
Lehre von der Laut- und Stimmbildung; auf die Lautbildung nehmen auch Lippen, Zunge und Zustand der Frontzahnreihen Einfluss.
Prothetik
Wissenschaft und Lehre von der Kunst des Ersatzes von verlorenen oder nie vorhandenen Körperteilen.
Provisorium
Hier: Versorgung eines Zahnes oder einer Zahnlücke für eine begrenzte Zeit, etwa bis zur Fertigstellung des definitiven Zahnersatzes.
Prophylaxe
Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. Auch rechtzeitig und sachgerecht eingegliederter Zahnersatz ist ein wichtiges prophylaktisches Mittel.
Vestibulär
Zur Lippe oder Wange hingewandte Teil der Mundhöhle.
Zahnpulpa
Zahnmark, volkstümlich als “Nerv” bezeichnet. Sie liegt im Inneren des Zahnes in der so genannten Pulpenkammer. Zerstört Karies die Zahnpulpa, muss diese entfernt werden. Aus einem so genannten “vitalen” Zahn entsteht ein marktoter Zahn.
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